Neuwerk-Festival, Hamburg 29.12.2011

Frühes kommen sichert die besten Plätze, so heißt es doch immer. Doch wer hat unter Woche schon Zeit, bereits ab 17.30Uhr sich auf einen langen Konzertabend einzustellen? Ich in diesem Falle nicht. Okay, zwischen den Jahren haben sehr viele Konzertgänger mit Sicherheit Urlaub eingereicht. Dann kann so ein Abend schon recht früh starten.

Das erste Mal fand im Rahmen des Neuwerk-Festivals ein sehenswertes Eintages-Festival „Zwischen den Jahren“ in der Hamburger Markthalle statt. Und da Line-Up sollte sich sehen lassen: X-Divide, Reaper, Diorama, Haujobb, Suicide Commando und Nitzer Ebb an einem Abend auf der Bühne. Das klingt nach viel Spaß. Und weitestgehend sollte es dann auch so sein. Aus zeitlichen Gründen mussten X-Divide (die ich letztmals bereits im September auf der Masses sah) und Reaper ihren Auftritt ohne mein kritisches Ohr und Auge absolvieren.

Pünktlich um kurz vor 20.00Uhr betraten Diorama die Bühne und überzeugten mich auf der Stelle. Frontman Torben Wendt überzeugt mich durch seine ausdrucksstarke Stimme und seine fast schon theatralische Show. Soundtechnisch konnte ich nichts finden, worüber ich meckern könnte. Endlich mal eine Gelegenheit, die Band live zu sehen und auf baldige Wiederholung zu hoffen. Wenn es dann wieder so ein gute auftritt wird, ist alles gut.

The next is the best! Als Daniel Myer mit Haujobb die Bühne betritt, macht mein Herz einen Sprung. Andächtiges lauschen und tanzen. Mal wieder beweist Myer einmal mehr, dass er sich nicht auf seine Rolle bei Covenant beschränken lässt. Dass die Markthalle, so zumindest mein Eindruck, bei Haujobb am meisten gefüllt war, spricht für mich Bände. Es ist keine Party, es ist ein Genuss, bei dem ich mich fragte, was denn noch kommen könnte, um das zu übertreffen.

Doch Hochmut kommt vor dem Fall. Nachdem meine Lauschlappen von Haujobb angenehm gestreichelt wurden, sollte ich nun auf den harten Boden der Realität geknallt werden. Da Suicide Commando generell nicht zu meinen Favoriten gehören, war ich auch nicht besonders erpicht, mir diese Band anzuschauen. Aber bezahlt ist bezahlt und wird dann auch aufgegessen. Also dann mal los. Vom Sound her, war es sehr erträglich, was ich da ertragen muss. Die PA war sehr gut ausgesteuert und trotz der Lautstärke war alles klar verständlich und nicht übersteuert. Die visuelle Umsetzung lässt mich auf der einen Seite erstaunen und auf der anderen Seite angeekelt wegsehen. Interessant fand ich das Backingvideo zu „Hate me“, wo der Text auf nackte Haut geschrieben ist und passend im Bild zu sehen ist. Anders ist es dann bei „Death cures all pain“, wo ein nacktes Mädchen auf dem Boden sitzt und sich mit Blut besudelt. Ist das ein Messer oder eine Pipette, was da kurz zu sehen ist? Ich weiß es nicht, möchte mir sowas auch nicht länger anschauen. Fast zu viel ist es für mich bei „Dein Herz, meine Gier“. Ein in Stacheldraht gewickeltes Herz dreht sich im Bild und eine Frau betätigt sich mit Messer und Gabel daran. Zeitweilig quillt ihr Blut aus dem Mund. Auch wenn es nicht sehr Geschmackvoll ist, scheinen die Videos aber auch künstlerisch sehr aufwendig produziert zu sein. Nichts wirkt billig und nichts gefaked. Die Show von Johan Van Roy fand ich jetzt doch eher eintönig. Alles lebte für mich nur durch die Videos. Nach gut einer Stunde war das Ganze dann vorbei und ich freute mich schon wie Bolle auf den Hauptact des Abends.

Gegen 23.30Uhr kamen dann endlich Nitzer Ebb auf die Bühne. Mit „Getting Closer“ startete die Best Of-Show, die auch einen gewissen Abschluss für die Band darstellen sollte. Douglas, Bon und Jason sind zwar gut drauf, der Funke springt für mich aber erst sehr, fast zu spät über. Douglas scheint für mich nicht mehr ganz so aktiv, wie vor zwei Jahren, als Nitzer Ebb ihre „Industrial Complex“-Tour an gleicher Stelle starteten. Dennoch lieferten sie gewohnt gut ab. Nur im Laufe des Gigs leerte sich die Markthalle auffallend. Lag es an der zu lauten PA oder doch an dem mittlerweile angestaubten Programm? Viele alte Tracks und wenige gute vom letzten Album. Ich hätte es mir anders gewünscht. Dennoch bin ich zufrieden.

Ein Festival mit so einem Line-Up in Hamburg gibt es leider nicht so oft zu sehen. Aber ich hoffe, dass man aus dem auch 2012 stattfindenden Nordstern-Festival und dem Neuwerk-Festival gelernt hat, dass auch an der Elbe der Punk abgehen kann. Ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei.

Livepics

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VNV Nation & STRAFTANZ Grosse Freiheit 36, Hamburg, 30.09.2011

Wann ist ein Konzertabend ein guter Abend? Wenn man weiß, der Star das Publikum ist. Und wenn das Publikum es schafft, den Star auch mal sprachlos werden zu lassen, ist der Abend Perfekt.
Freitag, 30.09.2011 18.30Uhr, Hamburg, Große Freiheit 36. Das schon reichlich anwesende Publikum lässt sich von Old-Scholl-EBM und Retro-DAF-Einflüssen berieseln. Okay, die beiden Jungs von STRAFTANZ machen schon eine gute Show und schaffen es sogar, das Publikum zum mitmachen zu animieren. Die für mein Empfinden doch eher zweifelhaften Texte der beiden Jungs lasse ich hier mal lieber unkommentiert. Aber das sich heutzutage Leute noch von Texten wie „Panzer fahr’n“ oder irgendwas mit „Turbo“ unterhalten lassen, sollte man vielleicht etwas kritisch betrachten. Aber so what! Das Publikum in der Freiheit war auf jeden Fall so erwachsen, dass auch sie erkannt haben müssen, was sie da hören.
Gegen 19.30Uhr ging das los, was ich Konzerttechnisch bisher selten in Hamburg erlebt habe. Von den ersten Tönen von „On Air“ begleitet, kamen VNV Nation zurück auf die Hamburger Bühne und zündeten ein Feuerwerk der guten Laune. Wer glaubt, dass alle in der „dunklen Szene“ depressiv und Niedergeschlagen sind, der hat hier die beste Möglichkeit, das Gegenteil kennen zu lernen. „Magenda ist das neue Schwarz“ Ronan Harris war sichtlich gut drauf und freute sich wie ein kleiner Junge zu Weihnachten, was dort passierte. Der gute muss sich einen Tag später von seinem Kollegen Mark Jackson (Drums) das Dauergrinsen wohl aus der Visage meißeln lassen. Das Publikum feierte VNV Nation und sich selbst und natürlich den Charteinstieg von „Automatic“.
Natürlich ging es auch um Musik. VNV Nation lieferten ein erstklassiges Set ab, welches ein Streifzug durch ihre bisherige Karriere wiederspiegelt. Selbstverständlich fand auch das aktuelle, gerade mal zwei Wochen alte Album „Automatic“ genügend Platz um präsentiert zu werden. Die Setlist baute sich langsam immer weiter auf, bis es eine wahre Electro-Orgie war. Und mit der Stimmung stieg auch die Raumtemperatur in der sonst immer viel zu kühlen Freiheit auf Deoversagniveau.
Kann aber die Sprachlosigkeit von Ronan Harris auch nur gespielt gewesen sein? Wohl kaum. Sonst hätten VNV Nation nicht im Zugabeblock nicht „Resolution“ unplanmäßig nochmals gespielt, um die Zeit voll auszunutzen.
Das Finale „Perpetual“ wurde von den Fans so laut mitgesungen, dass der gute Ronan sich richtig amüsierte und ließ gegen Ende des Tracks das Ganze in eine schöne Accapellaversion übergehen. Nachdem diese dann beendet war, konnten sie die Herren gar nicht von Ihrem Publikum trennen. Während andere Bands zusehen, dass sie nach den letzten Tönen so schnell wie irgend möglich von der Bühne kommen, brauchte es bei VNV Nation geschätzte zehn Minuten, bis dieser besondere Abend dann doch zu Ende gehen musste. VNV Nation noch mal live? Auf jeden Fall!!!

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Melotron & X-Divide live beim „Festival For The Masses“

Markthalle Hamburg, 23.09.2011
Melotron live (Photo geklaut bei Franc)
Eines muss man dem Macher der “Party for the Masses” in Hamburg ja mal lassen. Er gibt sich Mühe und investiert wohl viel Arbeit in seine Partyreihe und das seit fast 20 Jahren. Immer wieder gibt es neben dem aufgefeilten Programm voll Depeche Mode-Tracks auch interessante Liveacts zu bewundern, die mal mehr oder weniger gute Auftritte verzeichnen können. So war es dieses Wochenende für mich auch mal wieder etwas erfreuliches, als ich erfuhr dass Melotron und X-Divide auftreten werden. Letztere haben 2010 mit „X“ ein wirklich gutes Debüt hingelegt und über Melotron brauche ich wohl nicht mehr viel zu schreiben. Der Abend soll eine sichere Bank sein.

Die „Masses“ am Freitag zu besuchen heißt immer viel Platz zum tanzen. So war auch diesmal die Markthalle wieder beängstigend leer. Dementsprechend spät startete das Programm, da man doch erst noch auf Publikum warten wollte.

X-Divide starteten für mein Empfinden einen sehr soliden Auftritt und schafften es auch schnell, das Publikum zum tanzen zu bewegen. Überraschenderweise war die Tonanlage sehr gut ausgesteuert und es machte wirklich Spaß, den beiden zu zuhören. So zumindest in der ersten Hälfte des Sets. Meinen vollen Respekt bekommt der Sänger von mir, für seine Performance zu Billy Idol’s „White Wedding“. Das gab dem ganzen einen rockigen Touch und zeigte, dass er gut mit der Gitarre umgehen kann. Was dann folgte, rief nur noch Kopfschütteln bei mir hervor. Die angestimmte Coverversion von Depeche Mode’s „Enjoy the silence“ war genauso schön wie mein Kater heute Morgen. Schade, gut angefangen und stark nachgelassen. Ebenso unwichtig war das viel zu lange NamNambulu-Medley, dass den Jungs wohl von ihrem Produzenten auf diktiert wurde.

Gegen halb eins in der Nacht sollte es dann endlich mit Melotron losgehen.

Rückblende: Hamburg, Zillo-Club irgendwann im Winter 1995: Im Vorprogramm von AndOne treten drei Jungs aus Neubrandenburg auf, die mich durch intelligente Texte und durch einen eigenständigen Electropop-Stil beeindrucken. Der Sänger hat eine ausdrucksstarke Stimme und liefert eine gute Show ab.

Zurück in die Markthalle: Als Melotron auf die Bühne kommen ist plötzlich alles anders. Wo ist der Glatzekopf von Edgar? Wo ist der gute Klang hin? Im April bei Melotron in Hannover passte alles zusammen. Klang, Show und Publikum. Aber in Hamburg… Stellenweise ging die Stimme von Andy im Brei unter sodass einzelne Worte kaum verständlich wurden. Das könnte vielleicht auch daran gelegen haben, dass die Textsicherheit Andy’s nicht die beste war. Nahezu in jedem Track gab es Textaussetzer. Okay, den Text von Rio Reisers „Menschenfresser“ zu behalten, ist schier unmöglich. Aber eigene Kompositionen sollten schon drauf sein. Und wenn es wirklich so ist, dass es bei Melotron nur noch Wasser gibt, dann greift doch bitte wieder zu Flasche. Dazu fällt mir ein Zitat von Depeche Mode’s Andy Fletcher über eine Szene nach einem Konzert in NY 1982 ein: „Was ist los mit Euch, Ihr ward mal gut?“

Viel zu oft hat sich für mein Empfinden Andy beim Publikum für die Geduld bedankt und leider auch bei ihrem Tonmann. Dazu frage ich mich, wo war der? Beispielsweise bei „Das Herz“ grenzte der Ton schon an Körperverletzung. Für diese Leistung sollte man sich nicht bedanken, man sollte sich entschuldigen und den Tonmann einfach feuern.

Nein, diesmal war es keine Glanzleistung von Melotron. Keine neuen Stücke, wie in Hannover und viel zu spät. Wer so eine Leistung abliefert, darf sich nicht beklagen, wenn kommerzieller Erfolg sich partout nicht einstellen will. Ich wünsche den Jungs, dass sie irgendwann wieder zur alten Stärke zurück finden und wieder so genial werden, wie ihre Alben sind…

Nachtrag: Leider hat Andy auch die Fähigkeit verloren, die Tonlage beim Singen zu finden. Bestes Beispiel dafür war “Welt Du bist so still”. Da klappte es überhaupt nicht und Andy wechselt im Refrain mehrmals zwischen hohem und tiefem Gesang. Er hat wirklich die Fähigkeit, gut zu singen und kann seine Stimme einsetzen um Gänsehaut einsetzen zu lassen. Diesmal aber leider nur weil man sich so gruselt…

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Ein Sommerabendmärchen von der Jungfrau von Orléans

Ein lauer Sommerabend in Hamburg, vielleicht einer der letzten in diesem hanseatischen Sommer, der nicht immer zu Open Air-Freuden einlud. Doch am Freitag, dem 2.September 2011 hat der Wettergott ein Erbarmen und lässt alle Wolken um die Hansestadt herum ziehen. Also das beste Wetter, um OMD live im Stadtpark zu sehen. Direkt nach dem Einlass in das noch leere Rund bekommt man einen Einblick, was das einmal schöne Grün dieses Jahr ertragen musste. Von Gras kann bei dem grauen Lehmboden innerhalb des Open Air-Areals keine Rede mehr sein.

Pünktlich um neunzehn Uhr eröffnet die finnische Formation „Zebra and the Snake“ den Abend. Bei dem Anblick der drei Jungs bekommt man es erst mal mit der Angst zu tun. Aber trotz langer Haare und abgeschnittener Jeans machen „Zebra and the Snake“ Eighties-Wave, der mich an die frühen Simple Minds oder an fröhliche Talking Heads erinnert. Natürlich hat man den Auftritt von Mirrors vermisst aber die drei Jungs haben sich redlich bemüht und haben nicht zu Unrecht viel Applaus vom Hamburger Publikum erhalten.

Kurz nach zwanzig Uhr kamen OMD dann auf die Bühne und eröffneten erwartungsgemäß mit „New Babies and new Toys“ den Abend. Andrew McCluskey war sichtlich gut drauf und suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum in den ersten Reihen. Das Zusammenspiel von Andy und Paul Humphreys war sichtlich besser als beim letzten Mal im Hamburger Docks und sie genossen das Bad in der Hamburger Menge.

Musikalisch boten OMD eine Zeitreise durch mehr als dreißig Jahre Singlehits und griffen mit „Radio Waves“ (von Dazzle Ships 1983) und „Statues“ (Organisations 1980) auf Albumtracks zurück. Das neue Aktuelle Album „History of modern“ wurde in der sehr gut gewählten Setlist gleich mit drei Tracks berücksichtigt. Natürlich spulten sie auch Hits wie „Pandoras Box“ oder „Elona Gay“ souverän ab und vergaßen auch „Maid of Orléans“ nicht.

Selten habe ich in den letzten Jahren so ein gutes Konzert gesehen. Es passte alles zusammen: Wetter, die Band und auch das Hamburger Publikum mittleren Alters, dass es wohl auch für OMD zum Genuss machte, nochmal in Hamburg zu spielen.

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Noch eine Blogseite?

Hallo zusammen,
nachdem wir schon recht erfolgreich unsere Reise durch England/Wales hier geblogt haben, kamen nun die Gedanken auf, was jetzt mit der Seite weiter passieren soll.

Ab sofort werde ich neben meiner Arbeit an depecheworld.de hier einige Gedanken niederschreiben, Fotos veröffentlichen und ein paar Konzertreviews verfassen. Alles, was ich nicht direkt auf meiner Seite oder bei Facebook veröffentlichen kann, wird es dann also hier geben.

Für evtl. Feedback wäre ich jederzeit natürlich dankbar!

:-)

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Erasure @ Stadtpark, Hamburg 29.06.2011

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Pt. 7 London 1

Wir beide sind jetzt ja schon wieder zu Hause angekommen, trotzdem möchte ich Euch die Bilder von London nicht vorenthalten… Teil 2 folgt noch die nächsten Tage…

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Schön war’s (ein Resümee)

Vorbei ist es. Eigentlich viel zu schnell. Kaum sind wir am Donnerstagabend vor einer Woche gestartet, verging die Zeit wie im Flug und es war ein komisches Gefühl wieder zu Hause zu sein.

Am Samstag Sind wir gegen 17.30Uhr in Southend On Sea gestartet und ich bilde mir ein, dass unsere Gesamtstimmung sehr getrübt war. Mehr als dreitausend Fotos habe ich alleine gemacht und so viele Eindrücke mitgenommen, die erst nach und nach in den Vordergrund rücken werden.

Wenn ich an unsere Unterbringung in diversen Bed&Breakfast –Hotels überdenke habe ich wohl zu jedem Haus was zu sagen:

Worthing: Allein schon die herzliche Aufnahme von Peter & Pippa ist erwähnenswert. Ein sehr sauberes Haus und sehr ruhig gelegen, nicht weit weg von Brighton gelegen. Ich habe mich so wohl gefühlt, dass ich beim Schlafen gehen während des Einstellen des iPod’s eingeschlafen bin. Das Frühstück war klasse. Und Peter hat uns zum Abschied gleich noch den Tipp gegeben, auf dem Weg nach Cardiff einen lohnenswerten Halt in Aroundel zu machen. Gesamtnote: 1+

Newport: Das Gateway-Hotel zeigt von außen nicht, was es zu bieten hat. Die Gegend sah nicht so vertrauenserweckend aus. Das Ambiente im Hotel war klasse. Frisch renovierte Zimmer und Bäder. Ein großes bequemes Bett. Nur in meinem Dachzimmer konnte ich das kostenlose Wifi nicht nutzen. Das Frühstück hatten wir nicht gebucht, daher keine Bewertung. Gesamtnote: 2+

Llandudnu: Das Alte Stadthaus zeigte von außen viel her. Der erste Anblick im inneren war auch sehr schön. Das ganze lag dann aber im Detail. Die Zimmer waren doch schon sehr abgewohnt und ich möchte nicht wissen, wie viele den Plüschbademantel in meinem Bad schon anhatten. Das schreit nach Ekelherpes und geht gar nicht. Das Prinzip der Warmwasserförderung unter der Dusche musste ich mir auch erst mal erklären lassen. Das Frühstück war sehr gut und Pam, die Hotelbetreiberin war sehr auskunftsfreudig. Franc konnte das WiFi gar nicht nutzen. Gesamtnote: 3

Congleton: Eine sehr nette Unterbringung mit schönen großen Zimmern mit Doppelbetten, kostenlosem WiFi und Flatscreen-TV. Das Bad war zwar nicht mehr neu, aber sehr sauber und gepflegt. Beim Frühstück war die Wirtin auf alles eingestellt und hat auch für die beiden einzigen Gäste alles aufgefahren, was man sich wünschen würde. Gesamtnote: 1

London:  Die Euro-Lodge in London Clapham war für mich bis dahin ganz unten auf der Skala ein zu ordnen. Mein Zimmer lag im Keller direkt unter der Lobby und da das Haus auch ein altes Stadthaus war, knarrten die ganze Nacht die Bodendielen. Die Abwasserpumpe für das Haus war wohl in der Wand für das Haus verbaut. Und die war nicht leise. Das Badezimmer sah nicht vertrauenserweckend aus. Der Boden war verdreckt und das WC machte auch nicht den besten Anblick. Das Frühstück wurde vom Personal in Bahnhofsmanier abgefertigt und es gab statt frischen Kaffee nur Instand, den man sich mit dem heißen Teewasser auflösen kann. Die Cornflakes waren pappig und „Geschmacksneutral“.  Gesamtnote: 4-

Basildon: Die Stadt, die für mich am wichtigsten auf der Reise sein sollte. Das Holiday-Inn war das teuerste Hotel auf unserer Reise. Der Empfang war freundlich und professionell. Das Zimmer war in einem Erstklassigen Zustand genauso wie das Bad. TV war im Zimmer vorhanden mi den üblichen Serviceleistungen (Free-TV & Pay-TV). Internet gab es nur gegen Aufpreis von 16£ für 24 Stunden. Das Frühstück musste extra gebucht werden für 12£. Plus Zimmerpreis von 44£ eine stolze Summe. Die Wände zwischen den Zimmern waren so dünn, dass man, wenn man kein TV nutzte, alles mit anhören konnte/musste. So auch ein Pärchen im Nebenzimmer, die wirklich ihren Spaß haben mussten. ;-) Wenn man aber so abgekämpft ist, wie wir es waren gönnt man solchen das wohl mal, aber nicht zweimal am Abend und einmal morgens beim aufwachen. Das war nicht mein Hotel und bekommt deshalb die Gesamtnote: 5

Die Reise hat sich sehr gelohnt und ich wäre traurig, so etwas nicht gemacht zu haben. Ich habe viele Eindrücke gesammelt und dadurch neue Wünsche aufgetan. Auf jeden Fall möchte ich wieder nach Wales. Und wenn mir die Midlands schon so gefallen haben, möchte ich auf jeden Fall auch nach Schottland reisen. Liverpool und Manchester müssen auf jeden Fall noch mal sein, diesmal aber bitte mit mehr Zeit. Dafür lasse ich London lieber ausfallen. Und auf jeden Fall sollte man nochmal nach Southend und nach Brighton reisen. Da kann man die Seele baumeln lassen aber auch Party machen.

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04.06.2011

Bilder vom 04.06.2011

Viel zu schnell ist die Zeit vergangen und ich sitze hier in Dover am Fähranleger und schreibe schnell ein paar Zeilen.

Die Nacht in Basildon war nicht so aufregend, wie man es vielleicht erwarten würde. Die Stadt ist groß abr trist. Unser Hotel lag direkt an einen Entertaiment-Center mit Kino, Bowling, Games usw. Das Hotel war für den Preis nicht zu empfehlen. Das Zimer sah zwar gut aus, aber das teuerste Hotel bietet WiFi gegen 16Pfund Gebühr an. Das waren wir schon ganz anders gewohnt gewesen.

Heute haben wir den Vormittag noch in Basildon verbracht. Die Einkaufsmöglichkeiten sind dort eher begrenzt und es sieht nicht wirklich gut aus da. Kein Wunder, dass die Prominenten, die aus Basildon kommen, eigentlich lieber nicht mehr dorthin zurück kommen wollen…

Nach Basildon haben wir uns noch aufgemacht ins beschauliche “Southend On Sea”. Ein Ort, den ich mir gerne noch anschauen wollte, da Depeche Mode früher auch dort gespielt haben. Der Ort hat eine große Strandmeile mit diversen Restaurants, Spielhallen und einem Jahrmarkt direkt am strand. Ein ganz anderes Bild als wir von Landudnu gewohnt haben. Ich möchte nicht wissen, was da Abends abgeht…

Da das Wetter so verdammt gut war, sind wir dann auch noch auf den längsten Pier der Welt (?) gegangen und haben dort die Aussicht, das Meer und die frische Luft genossen. Aber irgendwann heißt es ja immer Abschied nehmen. Also rein isn Auto und ab Richtung Dover. Vorher haben wir uns in Folkstone noch mit ein paar Mitbringseln, was english Food angeht eingedeckt. Und schon haben wir eingecheckt und warten jetzt nur noch auf die Fähre, die in gut 45 Minuten uns dann leider von der Insel aufs Festland zurück bringen wird.

Ein Renüme der Reise werde ich dann morgen verfassen, wenn wir dann wieder zu hause sind.

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03.06.2011

Bilder vom 03.06.2011

„Here we are back in London“ (Dave Gahan 1993)

Wer glaubt, London an einem Tag wäre machbar, der wird eines besseren belehrt. Am Donnerstagabend, nach unserem Megamarsch durch London, war uns bewusst, wir haben etwas verpasst. Westminster-Cathedral nur von außen ist nicht wirklich der Bringer. Wir wollten da rein und haben uns umgeschaut, wie die Öffnungszeiten sind und unseren Tag darum geplant.

Natürlich stand auch noch was anderes auf dem Plan. Neben Westminster haben wir Camden-Market noch nicht gesehen und eigentlich wollte ich ja noch ganz gerne zu „King’s Cross“. Wir also zurück in die Stadt, diesmal mit Auto. Das klappte auch ganz gut. Für Londoner Verhältnisse haben wir günstig geparkt und die City-Maut haben wir auch entrichtet. War immer noch günstiger als zwei Tagestickets für die Underground zu kaufen.
Als wir in Westminster ankamen waren die Schlangen am Eingang schon mächtig lang. Wir haben erst überlegt
und uns dann doch angestellt, in der Hoffnung, dass es doch relativ zügig geht. Schließlich ist Parken bis zwei Stunden noch günstig. Dann kann es teuer werden. Wir also schon über eine halbe Stunde in der Schlange, bis wir mal darauf gekommen sind, vielleicht doch mal zu schauen, ob das ganze etwas kostet. Schlappe 16 £ sollte der Eintritt kosten und wir hatten ja nicht viel Zeit… Und was haben wir gemacht, nachdem wir in der Schlange schon mehr als die Hälfte geschafft haben? Wir haben die Münze geworfen und die hat entschieden, dass wir uns dann doch verdrücken.
Mit dem Auto ging es dann nochmal über die London-Bridge durch das normal Freitagmittag-Chaos Londons nach Hammersmith. Dort wollten wir noch schnell einen Abstecher zum Hammersmith-Apollo machen, welches früher „Odeon“ hieß und wo viele Bands der achtziger Jahre in London ihre größten Erfolge hatten.
Von Hammersmith ging es dann nach Camden rüber. Alleine schon die Fahrt war nervig, weil sich Stau an Stau reihte. Als wir endlich angekommen sind, hieß es erst mal Parkplatz finden. Das klappte dann doch relativ schnell. Camden-Market und der alte Pferdemarkt waren so überlaufen, dass es schwer war, sich in Ruhe etwas anzuschauen. Außerdem ist alles nur noch auf Touristen ausgelegt. T-Shirtverküfer an T-Shirtverkäufer. Ich fand nur einen Plattenladen zum stöbern und bin auch leider nicht erfolgreich gewesen. Trotzdem waren wir Erfolgreich. Franc handelte einen Händler bei einem Shirt von 10 auf 5£ runter. Der Verkäufer war richtig angepisst, hatte ja aber selbst gefragt, was Franc ausgeben würde. Ich habe bei einem anderen Stand zwei Shirts ergattert. Jetzt aber bloß weg da und ab auf die Bahn. Vorher haben wir dann noch mit einem Hilfssheriff Bekanntschaft gemacht.
Von Camden aus ging es durch den Feierabendverkehr raus aus London zu unserem letzten Ziel unserer Reise. BASILDON! Nicht für jeden ein wichtiger Ort. Für mich ein Interessanter, ist er doch Geburtsstätte meiner musikalischen Begeisterung. Schließlich wurden hier 1980 ja Depeche Mode gegründet. Und als richtiger Fan, sollte man doch mindestens einmal da gewesen sein. Noch am Abend unserer Ankunft haben wir das Fanprogramm durchgemacht. Hin zu den Häusern, wo Dave Gahan, Martin Gore und Vince Clarke aufgewachsen sind. Das Haus von Andy Fletcher haben wir irgendwie nicht gefunden. Vielleicht schauen wir nochmal, ist aber jetzt nicht ernsthaft geplant.
Für Samstag haben wir nicht mehr viel geplant. Nach dem Check-Out aus unserem Hotel wollen wir ins Town-Center und uns mal umschauen und vielleicht noch was besorgen und uns mit Proviant für den Heimweg eindecken. Dann wollen wir noch ins nahegelegene Southend-On-Sea fahren. Ein beschaulicher Badeort an der Ostküste. Von dort aus geht es dann nach Dover, wo wir uns auch noch mal umschauen wollen, bevor wir dann um 22.00Uhr Ortszeit die Fähe nehmen müssen. Wenn alles gut läuft, werden wir dann am Sonntagmorgen um acht wieder in Reinbek/Oststeinbek ankommen und unsre Reise zu Ende ist.

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